50. Jahrestag der Selbstverbrennung von Pfarrer Oskar Brüsewitz in Zeitz.

Im Schatten das Licht (Dokumentarfilm, 22 Min.)
Empfohlenes ab 14 Jahre
Erinnerungen an Oskar Brüsewitz
Am 18. August 1976 zündete sich Pfarrer Oskar Brüsewitz vor der Michaeliskirche in Zeitz aus politischem Protest gegen die systematische Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen durch das DDR-Regime selbst an. Wenige Tage später erlag er seinen Verletzungen. In „Im Schatten das Licht“ blickt seine damals sechzehnjährige Tochter Dorothea Eichmann auf ihre Kindheit, die Entscheidung ihres Vaters und deren tiefgreifende Nachwirkungen zurück. Und sein Kollege Klaus-Reiner Latk berichtet von seiner gefährlichen Mission, die West-Presse in Ost-Berlin zu informieren – ein Akt hoher Zivilcourage, ohne den das Fanal weltweit unbemerkt geblieben wäre.

Der Störenfried – Ermittlungen zu Oskar Brüsewitz (Dokumentarfilm, 94 Min.)
Am 18. August 1976 übergießt sich vor der Michaelskirche in Zeitz der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz mit Benzin und zündet sich an. Zuvor hatte er ein Plakat montiert: „Die Kirchen in der DDR klagen den Kommunismus an – wegen Unterdrückung an Kindern und Jugendlichen“. Die Selbstverbrennung beendet einen jahrelangen Konflikt, in dem Brüsewitz gegen den Widerstand der örtlichen Parteigewaltigen den Freiraum seiner Kirche zu erweitern suchte. Der Film versucht, die Entwicklung des Konfliktes um Pfarrer Brüsewitz nachzuzeichnen. Er läßt Menschen zu Wort kommen, die ihn kannten und bewegt sich in der Landschaft, die ihn prägte. – Im Widerstreit der Meinungen entsteht dabei das Bild eines unbequemen Mahners, der sich nicht in den Konformismus der DDR-Gesellschaft fügen wollte, der mit seinem Handeln Fragezeichen hinter die „Normalität“ des DDR-Alltags setzte und bis heute eine Provokation darstellt. Aber auch von seiner eigenen Kirche fühlte er sich oft nicht verstanden und unterstützt.


