21. August – Gedenkens an die Opfer von Terrorismus

Mit den Augen eines Flüchtlingskindes

Dokumentarfilm, 59 Min., 2005, Susan Gluth, Deutschland

Empfohlen ab 16 Jahren

Die 11-jährige Fatima und ihre Freundin Jasmin sind den Massakern in ihrer Heimat Darfur im Sudan entkommen. Mit den Überlebenden ihrer Familien konnten sie sich in das Flüchtlingslager Bredjing im Südosten des Nachbarlandes Tschad retten. Sie gehörten zu den ersten Ankömmlingen, ihre Eltern bekamen anfangs Arbeit und Geld von einem Hilfswerk, doch mittlerweile arbeitet der Vater auf dem lagereigenen Markt als Schneider, die Mutter versucht, unentgeltlich auf der Krankenstation die Traumata der Neuzugänge aufzufangen. Das Lager ist auf 35.000 Menschen angewachsen.

Der Film beobachtet die Mädchen im Camp, beim Holz sammeln, singen, lernen. Ihr Alltag scheint ruhig, eingespielt und gelassen, teilweise sogar unbeschwert, doch wenn sie erzählen, was sie gesehen und erlebt haben, wird die Trauer über die Vergangenheit greifbar. Ihre Freundschaft gibt den Mädchen Kraft, der Islam Hoffnung, die Schatten der Vergangenheit zu tragen und mit der Ungewissheit der Zukunft umzugehen.

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Watu Wote

Kurzfilm, Kurzspielfilm, 23 Min., 2017, Katja Benrath, Deutschland, Kenia

Empfohlen ab 14 Jahren

Der Film erzählt die Geschichte aus der Perspektive einer jungen, allein reisenden Christin aufgrund einer wahren Begebenheit im Dezember 2015. Die Christin ist auf dem Weg in ihr Heimatdorf im Norden Kenias und fühlt sich als eine der wenigen Christen im Bus zuerst fremd unter den vielen Muslimen. Diese Gefühle, das Unbehagen, der Schrecken, die Panik und schließlich die Todesangst spiegeln sich in der Figur wider. Eine tief verschleierte Frau, die im Bus neben der Protagonistin sitzt, sowie zwei anfangs verdächtige Reisende entwickeln sich zu den wichtigsten und mutigsten Figuren des Films. Als islamistische Terroristen den Reisebus überfallen und die Insassen auffordern, sich aufzuteilen – Christen hier, Muslime dort – weigern sich die Fahrgäste jedoch. Ein Lehrer, selbst Muslim, der sich den Aggressoren entgegen stellt, wird angeschossen und stirbt später an seinen Verletzungen.

Kein_Haus_fuer_Freunde

Kein Haus für Freunde

Kurzspielfilm, 19 Min., 2023, Abbas Taheri, Iran

Empfohlen ab 14 Jahren

Der Film des Filmemachers Abbas Taheri erzählt die Geschichte zweier Teenager-Mädchen, Mehri und Sarah, die aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen stammen und in einer Gesellschaft leben, die von strengen religiösen Gesetzen geprägt ist. In einem Akt jugendlicher Rebellion versuchen sie, sich in der Schule gegen die Einschränkungen im Iran aufzulehnen und zeigen dabei einen tiefen solidarischen Zusammenhalt. Doch trotz ihrer Entschlossenheit müssen sie letztendlich erkennen, dass ihre Freundschaft am gesellschaftlichen Druck zerbricht.