
Sie leisteten seit 2015 mit einem vielfältigen Bildungs- und
Kulturprogramm einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufklärung und zur Demokratievermittlung in der Region.epd, https://www.ekmd.de
Filmprogramm – im Medienportal

Die syrische Braut (Spielfilm, 1 Std. 37 Min)
Eine junge Frau, deren syrische Familie auf den israelisch besetzten Golan-Höhen lebt, überschreitet die Grenze nach Syrien, um einen Mann aus einer drusischen Familie zu heiraten, den sie nur aus Fernsehshows kennt. Damit liefert sie sich nicht nur einem Fremden aus, sondern verliert auch ihre Heimat, weil eine Rückkehr nach Israel nicht möglich ist. Die klug komponierte Tragikomödie verdeutlicht am individuellen Schicksal die Willkür der Politik. Dabei macht sie die Gräben und Grenzen sichtbar, die nicht nur Völker, sondern auch Familien trennen, und die scheinbar nur durch persönlichen Mut überwunden werden können.
Weiterführende Links

Masel Tov Cocktail (Kurzspielfilm, 32 Minuten)
Empfohlen ab 12 Jahren
Zutaten: 1 Jude, 12 Deutsche, 5cl Erinnerungskultur, 3cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, einen Spritzer Antisemitismus
Zubereitung: Alle Zutaten in einen Film geben, aufkochen lassen und kräftig schütteln. Im Anschluss mit Klezmer-Musik garnieren.
Verzehr: Vor dem Verzehr anzünden und im Kino genießen. 100% Koscher.
Dimitrij Liebermann, der Sohn russischer Einwanderer und Schüler an einem Gymnasium, ist Jude. Freunde und Mitschüler nennen ihn nur kurz „Dima“. Er hat seit einiger Zeit eine Freundin, doch Michelle ist keine Jüdin. Seine Mutter, eine Klavierlehrerin, schaut am liebsten einen der 23 russischen Sender, die ihre Satellitenanlage empfängt. Als ihn sein Mitschüler Tobi auf der Schultoilette mit seiner Beschneidung provoziert und ihm erklärt, dass man Juden wie ihn früher vergast hätte, während er den Sterbevorgang mit vollem körperlichem Einsatz imitiert, schlägt Dima ihn mitten ins Gesicht, der daraufhin zu Boden fällt und sich die Nase bricht. Er wird für eine Woche von der Schule verwiesen.
Dimitrij tut sein Ausraster nicht wirklich leid. Als sein Vater von dem Schulverweis erfährt, streicht er die Teilnahme seines Sohnes an der Abifahrt. Der Rektor von Dimas Schule will zudem, dass er mit Blumen zu Tobi geht, um sich zu entschuldigen. Nachdem Dima seinen Opa von einem AfD-Infostand wegholt, der aber mit völligem Unverständnis reagiert, läuft Dima wütend weiter und stürzt. Er fällt Tobi direkt vor die Füße, der gerade dabei ist, als Strafe für seine Schmierereien Stolpersteine auf dem Gehweg zu putzen. Dima will die Gelegenheit nutzen, schafft es aber nicht wirklich, sich bei Tobi zu entschuldigen. Als der ihn abermals provoziert und die Blumen in Andenken an Dimas verstorbene „Verwandte“ neben die Stolpersteine legt, kann sich Dima nicht zurückhalten. Diesmal schlägt er Tobi nicht nur, er tritt zu.
Weiterführende Links
>>Zentralrat der Juden – Homepage
>>Deutsche Film- und Medienbewertung: Prädikat besonders wertvoll
>>FILM+SCHULE NRW: Begleitmaterial zur FilmanalyseFilmpädagogisches Aufgabenset für ab der Klassenstufe 9/10. Leistungsdifferenzierung auf drei Niveaustufen. Themenfelder Vergangenheitsbewältigung, Jüdisches Leben heute und Antisemitismus.
>>Impuls von Margrit Fröhlich, Ev. Akademie Frankfurt
>>Missio/RPZ-MaterialienFür Schulunterricht oder Projekttage ab der Mittelstufe
>>Preisträger Deutscher Menschenrechts-Filmpreis in den Kategorien „Kurzfilm“ und „Bildung“

Nicht ganz koscher (Spielfilm, 1 Std. 57 Min.)
Die jüdische Gemeinde von Alexandria steht vor der Auflösung. Durch den Tod eines Mitglieds besteht sie aus nur noch neun männlichen Gläubigen und kann daher keinen Gottesdienst mehr abhalten (Minjan). In einem Vertrag mit dem ägyptischen Staat ist festgelegt, dass die Gemeinde aufgelöst wird und das gesamte Vermögen dem Staat zufällt, wenn es ihr nicht gelingt, einen Gottesdienst zu Pessach abzuhalten. Zufällig kommt zu dieser Zeit Ben, ein ultra-orthodoxer Jude aus den USA, in Israel an. Der dortige Gemeindevorstand schickt ihn nach Ägypten, um die Gemeinde von Alexandria zu retten.
Bens Reise scheint zu scheitern; er verpasst seinen Flug und nach einer Irrfahrt mit dem Bus landet er mitten in der Sinai-Wüste. Dort trifft er auf Adel, einen Palästinenser, der sein entlaufenes Kamel sucht. Die beiden vertreten völlig unterschiedliche Kulturen; Ben, ein ultraorthodoxer Amerikaner, der beispielsweise das knappe Wasser nicht zum Trinken, sondern zu rituellen Waschungen verwendet, und Adel, ein verarmter Beduine, dessen Leben durch den Nahostkonflikt bestimmt ist. Auf der gemeinsamen Wanderung nähern sich die beiden an und letztlich rettet Adel und nicht Ben die alexandrinische Gemeinde.
Der Film endet mit der Eröffnung des „No Name Restaurants“ in der Wüste. Der Name spielt auf die jüdische Gottesbezeichnung HaSchem an.
Weiterführende Links
- >>Deutsche Film- und Medienbewertung: Prädikat besonders wertvoll
- >>Filmbesprechung Nicht ganz koscherFilmbesprechung der der Ökumenischen Reihe Kirche und Kino
- >>Filmdienst: Kritik und Infos
Trailer
ACHAVA Festspiele in Eisenach – diese Woche 9 Veranstaltungen!
Begegnung der Kulturen, Dialog, Kunst, Demokratiebildung, Erinnerungskultur, Gottesdienst, Engagement gegen Antisemitismus, Einsatz zum Schutz der Menschenrechte, Genuss und Party – das ist ACHAVA!
Mittwoch, 17.09.2025, 10:30 Uhr, Schlossberg 10, Eisenach – Stolperstein Verlegung
Mittwoch, 17.09.2025, 18:30 Uhr, E-Werk, Uferstraße 34, Eisenach – Stolperstein Infoabend, Getränke und Essen: Kunstverein
Freitag, 19.09.2025, 15:30 bis 18:30 Uhr, E-Werk, Uferstraße 34, Eisenach – Kochkurs „Vom Sinai nach Gaza“ mit Malik Alkhalifa und Alexandra Husemeyer (kostenlos)
Freitag, 19.09.2025, 19:00 Uhr, E-Werk, Uferstraße 34, Eisenach – Interreligiöse Begegnung zum Shabbath mit Musik und Essen (alles kostenlos, Spenden erbeten)
Freitag, 19.09.2025, 19:30 Uhr, Landestheater Eisenach – Konzert Thüringen Philharmonie und Bar Zemach (Schofar, Horn)
Samstag, 20.09.2025, 20:00 Uhr, E-Werk, Uferstraße 34, Eisenach – Lasst und tanzen! Party mit DJ’s: mitsuni (Berlin), ladyshintay (Eisenach) und Alexx Alpha One (Linz), Getränke und Essen: Kunstverein, Eintritt frei, Spendenempfehlung 5 €
Sonntag, 21.09.2025, 13:00 Uhr, Markt Eisenach, Georgenbrunnen – Stolperstein Stadtführung mit Frank Rothe, Tickets vor Ort (6 €, ermäßigt 4 €)
Sonntag, 21.09.2025, 14:00 bis 18:30 Uhr, E-Werk, Uferstraße 34, Eisenach – ACHAVA Familienfest
Sonntag, 21.09.2025, 17:00 Uhr, E-Werk, Uferstraße 34, Eisenach – Konzert mit Band Jusur, Eintritt frei, Spendenempfehlung 5 €


